Jahresrückblick 2018

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Das Jahr startete mit einer überraschenden guten Nachricht: Die Greenpeace Kampagne für eine differenziertere Fleischkennzeichnung bei Lidl hatte so hohe Wellen geschlagen, dass Lidl im Februar eine Transparenzinitiative ankündigte und versprach, das Frischfleisch der Hausmarke deutschlandweit so auszuzeichnen, dass die Verbraucher*innen genau erkennen konnten, wie Hähnchen, Rind, Schwein und Pute gehalten wurden, bevor sie geschlachtet wurden.

Die Jahreskampagne 2018 widmete sich der Antarktis, der dortigen Biodiversität und einem geplanten Naturschutzgebiet, das vor Überfischung hätte schützen sollen. Mit Infoständen, Broschüren, Flyern und einem Wegweiser, der gen Weddellmeer wies, fanden wir die Unterstützung von den Bochumer*innen auf der Straße, sodass wir zusammen unsere Unterschriftenlisten stapelweise zur Greenpeace-Zentrale nach Hamburg schicken konnten. Leider wurde der Antrag von der Antarktis-Kommission abgelehnt und das Naturschutzgebiet wird vorerst nicht erweitert. Aber kein Grund, aufzugeben! Das war erst der Anfang...

Weiterhin hat die Bochumer Greenpeace-Gruppe zwei Make Smthng-Aktionen veranstaltet. Im Juni gab es ein gemütliches Grillen im Westpark und im Dezember ein noch gemütlicheres, besinnliches und ebenfalls sehr leckeres veganes Plätzchen Backen im Umweltzentrum.

Nachdem wir 2017 unseren ersten Kleidertausch in der Alsenstraße feiern konnten, ging es damit 2018 hoch motiviert weiter. Wir treffen uns einmal im Monat dazu im Umweltzentrum (der nächste Kleidertausch findet kommenden Sonntag, 13.01.19 statt). Alle, die schöne, aber übrige Klamotten loswerden oder ihre Gaderobe in Schwung bringen wollen, sind herzlich eingeladen!

Auch beim Alsenstraßenfest im September waren wir vertreten mit einem Infostand, spaßigem Mülltrennungsquiz und Kosmetik-DIY-Rezepten.

Die zweite Hälfte des Jahres war für uns in NRW vor allem vom Hambacher Forst geprägt. Bei Mahnwachen vor dem Hauptbahnhof, auf Demos, beim Flyer Verteilen ... überall kamen wir mit euch ins Gespräch über den Kohleausstieg, die Bedeutung der Wälder für unser Klima und die Wichtigkeit dieses Lebensraumes für viele Tier- und Pflanzenarten. Über den Rodungsstopp freuen wir uns natürlich sehr!

Auch in unserer Gruppe hat sich einiges verändert: Es sind viele neue Arbeitsgruppen entstanden, die mit Feuereifer Aktionen planen und durchführen. Die Divest-AG knüpft sich weiterhin STEAG vor, die Mobilitäts-AG hat Gehzeuge gebaut und gezeigt, wie schön die Innenstadt sein könnte, wenn weniger Raum für Autos und mehr Platz für uns wäre. Und noch dazu schreiben wir weiterhin an unserem Konsumratgeber, der sowohl gute vegane/bio/nachhaltige Restaurants und Läden in Bochum und Umgebung empfiehlt, als auch allgemeine Tipps für den Alltag bereithält. Mit ein bisschen Glück wird der Konsumratgeber dieses Jahr druckreif.

Und mit ein bisschen mehr Glück sehen wir uns auch in diesem Jahr im Umweltzentrum für ganz viel Umweltaktionismus. Kommt gerne vorbei, wenn ihr auch dazu Lust habt!