Greenpeace Bochum protestiert gegen Shells Arktispläne

Themengebiet:
Schützt die Arktis

Bochum, 23. März 2013 – Greenpeace Bochum protestiert heute an der Shell-
Tankstelle an der Wittener Str. in Bochum gegen die Pläne des Ölkonzerns, auch in
Zukunft in den arktischen Gewässern vor der Küste Alaskas nach Öl zu bohren. Die
Aktion ist Teil eines bundesweiten Protests. „Shell hat mit diversen Unfällen in den
letzten Monaten bewiesen, dass es keine sicheren Ölbohrungen in der Arktis geben
kann. Der Konzern war nicht in der Lage, die Herausforderungen in dieser Region zu
meistern“, so Daniel Saar, Sprecher von Greenpeace Bochum. „Deshalb fordert
Greenpeace Bochum den Stop der industriellen Nutzung der hohen Arktis!“.


Die Pannenserie von Shell in der Arktis nimmt kein Ende. Sowohl das von Shell in der
Arktis eingesetzte Bohrschiff „Noble Discoverer“ als auch die Bohrstatus „Kulluk“ rissen
sich bei schlechtem Wetter los und strandeten an der Küste Alaskas.
Ein Testfall zur Einsatzfähigkeit der Notfallausrüstung, die für einen Ölunfall vorgesehen
ist, schlug fehl. Bei einer Überprüfung der „Noble Discoverer“ durch die US-Küstenwache
im November vergangenen Jahres wurden so schwere Mängel
festgestellt, dass die Behörde das Schiff für knapp vier Wochen festgesetzt hat.


Durch diese Pannenserie sieht Shell sich gezwungen, die Ölbohrungen zumindest für
dieses Jahr aufzugeben. Zur Zeit sind die beiden havarierten Schiffe auf dem Weg zu
Werften in Asien.


Shell ist einer der ersten großen internationalen Ölkonzerne, die die Ausbeutung der
Arktis in ihren Fokus stellen. Insgesamt werden etwa 90 Milliarden Barrel Öl (! Barrel =
159 Liter) in der gesamten Arktis vermutet. Diese Menge reicht aus, um den derzeitigen
weltweiten Ölverbrauch für etwa 3 Jahre zu decken. Allein vor der Küste Alaskas
vermuten Experten circa 20 Milliarden Barrel Öl.


Seit gut einem Jahr protestiert Greenpeace weltweit mit zahlreichen Aktionen gegen die
Arktispläne von Shell. Gleichzeitig ruft die Organisation die Menschen weltweit auf, sich
für den Arktisschutz und die Forderung nach einem Schutzgebiet in der Arktis
einzusetzen.


Bis jetzt haben sich knapp 3 Millionen Menschen mit ihrer Unterschrift zum Arktisschutz
bekannt.


Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Daniel Saar(bochum@greenpeace.de).
Greenpeace Bochum finden Sie im Internet unter www.greenpeace.de/bochum.
Weitere Informationen zu den Arktis-Aktionen von Greenpeace gibt es unter
www.greenpeace.de/themen/oel.

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