Jugendliche von Greenpeace protestieren für ein Schutzgebiet in der Arktis

Passanten können Protest mit Sprechblasen-Bildern und Unterschriften unterstützen

Themengebiet:
Schützt die Arktis

Bochum, 13.04.2013 – Die Jugendgruppe von Greenpeace Bochum hat am Samstag, den 13. April 2013 ab 14.00 Uhr in der Kortumstraße auf Höhe des Engelbert-Brunnens für ein Schutzgebiet in der Arktis protestiert. Passanten konnten diesen Protest mit ihrer Unterschrift unterstützen und sich mit einer Arktis-Sprechblase fotografieren lassen. Die Aktion war Teil eines bundesweiten Protests in 35 deutschen Städten. In Hamburg wird die Protestaktion zudem von einem täuschend echt wirkenden Eisbären begleitet. Die Fotos werden international gesammelt.


„Die Arktis ist durch den Klimawandel in Gefahr“, so der 17-jährige Jan Röhrig von der Greenpeace-Jugend aus Bochum. „Trotzdem wollen Konzerne wie Shell dort künftig nach Öl bohren. Deshalb fordern wir ein Schutzgebiet in der hohen Arktis. Die gesammelten Bilder wird Greenpeace im Mai dem Arktischen Rat in Schweden übergeben. Damit ist eine Forderung nach einem Schutzgebiet in der Arktis verbunden.“


Der Rat besteht aus den Außenministern der Arktis-Anrainerstaaten. Er tagt dieses Jahr im schwedischen Kiruna. Der Rat hat sich zum Ziel gesetzt, Sicherheit und Klimaschutz für die arktische Region zu verbessern. Die Arktis ist eine Region, die besonders unter dem Klimawandel zu leiden hat. Im vergangenen Herbst war die Ausdehnung des Meereises der Arktis so klein wie noch nie seit dem Beginn der wissenschaftlichen Beobachtungen vor 33 Jahren. Diesen Rückgang des Meereises macht sich die Ölindustrie zunutze, um an bisher durch das Eis unerreichbare Öl- und Gasvorkommen zu gelangen. Vorreiter dieser beunruhigenden Entwicklungen ist vor allem der Ölkonzern Shell.


Shell musste allerdings im vergangenen Jahr nach einer Serie von Pleiten, Pech und Pannen seine ursprünglichen Bohrpläne vor der Küste Alaskas aufgeben. Beide eingesetzten Bohrfahrzeuge wurden bei Havarien so schwer beschädigt, dass Shell seine Arktispläne für dieses Jahr aussetzen muss. Zudem bestätigte Mitte März ein Untersuchungsbericht des US-Innenministeriums, dass Shell 2012 in der Arktis versagt hat.


"Die Arktis als eine der letzten intakten Naturregionen der Erde muss dauerhaft vor Ausbeutung durch die Industrie geschützt werden", so Jan Röhrig. „Die Arktis braucht ein Schutzgebiet - je mehr Menschen als Arktisschützer aktiv werden, desto größer wird der Druck auf die Politik, zu handeln."


Greenpeace fordert ein Schutzgebiet für die hohe Arktis. Die unabhängige Umweltschutzorganisation hat deshalb eine weltweite Kampagne zur Rettung der Arktis gestartet und ruft zu einer Unterschriftenaktion auf. Das Ziel: drei Millionen Unterschriften zum Schutz der Arktis: www.savethearctic.org.


Achtung Redaktionen: Für Rückfragen erreichen Sie Jan Röhrig, Tel: 0172 / 935 80 59. Greenpeace Bochum finden Sie im Internet unter www.greenpeace.de/bochum.

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